Frauen in Kultur und Kunst

"Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan-Museum zu kommen?" fragten in New York die feministisch agierenden Guerilla Girls, die sich selbst als Gewissen der Kunstwelt bezeichnen. Die Antwort lautet: "Das Bild des nackten Körpers, vorwiegend des Frauenkörpers ist eine der beliebtesten Motive der Kunst seit der Antike und in jeder Museumssammlung überproportional vertreten. Zwar tritt das Museum mit dem Anspruch geschlechtsneutraler Allgemeingültigkeit auf, aber geschlechtsneutrale Ästhetik hat es nie gegeben. Männer sind in der Kunstwelt über Jahrhunderte die Schaffenden/die Künstler gewesen, welche die Frauen zu ihren Objekten machten, indem diese ihnen Modell standen.

Öffentliche Präsenz ist Voraussetzung für Anerkennung und ggf. Ruhm. Der Grad, in dem die Werke von Kunstschaffenden in Kunstliteratur, Fachzeitschriften und Zeitungen, in Ausstellungen und im Kunsthandel vorgestellt werden, beeinflusst ihren Stellenwert und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Hier haben Frauen es heute noch wesentlich schwerer sich zu präsentieren als Männer.

Frauen haben einen anderen Erfahrungshorizont, sie verarbeiten ganz andere Lebens- und Arbeitszusammenhänge. Als Konsequenz kann Kunst von Frauen andere Inhalte entwickeln, sich andere Gestaltungselemente erarbeiten. Dennoch, so wenig, wie es ´die Frauen´ gibt, gibt es ´die Kunst von Frauen´. Kunstäußerungen sind so individuell wie die Lebensentwürfe der Künstlerinnen.

Wenn in allen Kunst- und Kulturbereichen Frauen genau so vertreten sind wie Männer, so kann angenommen werden, dass sich die Kulturlandschaft verändern wird. Bei quantitativ angemessener Beteiligung von Frauen an sämtlichen Kulturleistungen werden sie auf die ästhetischen Normen, die über Jahrhunderte durch die männliche Ästhetik geprägt wurden, einwirken und sie verändern.

Frauen gestalten aufgrund ihrer Lebenswelt ihre Kunst anders, sie sehen und interpretieren Darstellung von Frauen und Männern aber auch anders als Männer.
Gleichstellungsbeauftragte bieten Künstlerinnen Chancen, ihr Können zu präsentieren und es einem breiten Publikum bekannt zu machen, indem sie Ausstellungen organisieren und Künstlerinnen engagieren, die musikalisch, kabarettistisch oder schauspielerisch agieren.

Links:

Frauenkulturbüro NRW e.V. 

Frauenmuseum

Treffpunkte:

Kamp-Lintfort
Interkulturelles Frauencafé K.U.K., jeden Mittwoch 16.00 bis 18.00 Uhr; Ansprechpartnerin: Gleichstellungsbeauftragte 02842/912-400

Deutscher Verband Frau und Kultur; Ortsverein Kamp-Lintfort; Ansprechpartnerin: Elisabeth Ploch 02842/41192

Moers
Verein Frau und Kultur

Copyright © Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel