Mädchen

„Mädchen und Frauen wollen nicht gefördert werden, weil sie Frauen sind, sondern weil sie ihr Leben leben wollen."

Ziel von Gleichstellungspolitik ist es, die Individualität von Mädchen und Jungen in all ihrer Verschiedenheit gleich wertzuschätzen und zu fördern und damit die Beschränkung auf traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und Chancengleichheit herzustellen.

Eine Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Titel "Mädchen und Jungen in Deutschland"  gibt detailliert Auskunft über die Lebenssituationen der heutigen Mädchen und Jungen.

Dort wird festgehalten, dass sie, noch ehe sie in den Kindergarten kommen, schon eine unterschiedliche geschlechtsbezogene Behandlung erfahren haben: „Mädchen und Jungen erhalten verschiedene Namen, werden unterschiedlich gekleidet und frisiert, anders angesprochen oder wegen anderer Verhaltensmuster zurechtgewiesen. .....die gesamte soziale Umgebung erwartet vielfach unbewusst unterschiedliches von Mädchen und Jungen."

Andererseits sind traditionelle Rollenbilder ins Wanken geraten und so sehen Mädchen und Jungen sich widersprüchlichen Leitbildern ausgesetzt. Gerade Jungen haben Probleme, den Spagat zwischen den unterschiedlichen Erwartungen hinzubekommen.

Auch wenn die Lebenssituation von Kindern in unserer Gesellschaft nicht nur vom Geschlecht, sondern auch von dem sozialen Status der Herkunftsfamilie, Bildung, Behinderung, Migration bestimmt wird, sind es doch die vielfach unbewussten Rollenerwartungen an die Kinder, die zu Unterschieden in fast allen Lebensbereichen führen:

Schule

Mädchen bleiben seltener sitzen, verlassen die Schule seltener ohne Schulabschluss und schaffen eher einen mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife. Trotzdem trauen sich Jungen in der Schule mehr zu und halten sich für klüger.

Die unterschiedlichen Rollenerwartungen an Mädchen und Jungen scheinen hier ursächlich für das geringere Selbstvertrauen der Mädchen, aber auch für die Leistungsverweigerung einiger Jungen zu sein.            

Links:
Frauen und Schule - Hessen
Gender und Schule „Ziel von gender und schule ist es, den Blick für Geschlechtergerechtigkeit in der Schule zu schärfen und Wahrnehmungsmuster neu zu gestalten. Um Chancengleichheit zu erreichen, müssen verfestigte Rollen aufgebrochen und verändert werden". Die Seite bietet Informationen für Lehrkräfte, theoretisches Hintergrundwissen und Ideen für die Praxis, Seiten für Eltern und Schülerinnen und Schüler runden das Angebot ab.
Gender-Blick im Unterricht - lehrer-online (Unterrichtseinheiten und Anregungen)

Lebensentwürfe, Berufswahl

Die Lebensentwürfe von Mädchen und Jungen nähern sich einander an, aber tendenziell sehen immer noch mehr Mädchen und junge Frauen ihren zukünftigen Lebensmittelpunkt bei Familie und Kindern. Das bestimmt u.a. auch ihre Berufswahl.

Trotz der besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für „typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System - kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Damit entscheiden sie sich auch für Berufe, die sich durch geringe Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten auszeichnen. 
            Dem will der Girls Day abhelfen.
Mädchen und junge Frauen in Deutschland schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in den technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.
Der Aktionstag ermöglicht Schülerinnen durch die wiederholte Teilnahme das Kennenlernen einer Vielfalt von Berufen, die möglicherweise sonst nicht in das Blickfeld der Mädchen gelangen würden.
Den Unternehmen und Organisationen bietet der Girls Day eine gute Gelegenheit, die Potentiale von Mädchen zu entdecken.

Die Jungen setzen bei der Berufswahl deutlich andere Schwerpunkte, aber auch sie beschränken sich häufig auf eine Anzahl an „typischen Männerberufen". Hier setzt ein Projekt mit dem Namen "Neue Wege für Jungs" an. Im Mittelpunkt dieses bundesweiten Vernetzungsprojektes steht das Aufbrechen von Rollenmustern, die Auseinandersetzung mit Identitäten und Zukunftsperspektiven. Jungen sollen durch das Projekt die Gelegenheit erhalten, sich über heute noch frauendominierte Berufe zu informieren. Dialog, Austausch und Vernetzung von Initiativen, Projekten und Akteuren, die sich mit dem Thema beschäftigen, werden gefördert. 

Weitere Links:
berufsparcours
berufe-haben-kein-geschlecht (Projekt mit Wanderausstellung zur Berufsfrühorientierung für Jugendliche)

Beratung und Hilfe:
Berufsinformationszentrum (BIZ) Wesel, Agentur für Arbeit Wesel
Hausanschrift: Reeser Landstr. 61,46483 Wesel
Postanschrift: Postfach 100755, 46467 Wesel
Telefon: 0281-9620-721
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Gesundheit 

siehe unter Frauen & Gesundheit

Essstörungen 

siehe unter Frauen & Gesundheit

Sucht 

siehe unter Frauen & Gesundheit

Sexuelle Gewalt 

siehe unter Frauen & Gesundheit

Sexualerziehung

Links zum Thema:
ÄGGF  (Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. (ÄGGF) ist ein Zusammenschluss von Ärztinnen mit dem Ziel der Gesundheitsförderung und Sexualerziehung von Mädchen und jungen Frauen in Schulen.) 
familienplanung (Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) mit vielen Informationen, auch zum Thema Verhütung)

Freizeit

Mädchenarbeit wird in den Städten und Gemeinden des Kreises in unterschiedlichen Formen (Mädchentage oder -wochen in den Jugendheimen) angeboten. Informiere Dich auf der Internetseite Deiner Kommune.

Das Gleiche gilt für Jungenarbeit.

Gesellschaftliches Engagement

Mädchen und Jungen engagieren sich nach wie vor in ganz unterschiedlicher Weise gesellschaftspolitisch. Die Mädchen sind deutlich häufiger im Bereich Schule und Kirche aktiv, während die Jungen im Sport am stärksten vertreten sind. Auch in der Politik, bei der Freiwilligen Feuerwehr und den Rettungsdiensten sind mehr Jungen zu finden, in den letzten beiden Bereichen nimmt die Zahl der Mädchen, auch auf Grund großer Werbekampagnen der Verbände, aber bemerkenswert zu.

Gewalt 

siehe unter "Gewalt gegen Frauen"

Netzwerke

Beratung und Hilfe

  • Beratungsstellen für Eltern, Jugendliche und Kinder im Kreis Wesel:
    Moers, Hoffnungsstraße 25 - Telefon: 02841-884870
    Dinslaken, Hans-Böckler-Straße 23 - Telefon: 02064 - 39930; Fax: 02064 - 399322
    Kamp-Lintfort, Moerser Straße 165 a - Telefon: 02842 - 908280
    Außensprechstunde in Schermbeck, Rathaus - Telefon 02853 - 910171
    Xanten, Karthaus 8 - Telefon: 02801 - 773390
  • AWO Anlaufstelle gegen sexuelle Gewalt
    Hünxer Str. 37
    46535 Dinslaken
    Tel. (02064) 621850
    email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Die Nummer gegen Kummer
    Kinder- und Jugendtelefon : 0800 1110333
    Elterntelefon : 0800 1110550
  •  Jugendberatung
  •  Elterberatung

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