Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist für viele Frauen mit widerstreitenden Gefühlen verbunden. Erwartungsfreude und Angst vor der Verantwortung wechseln sich ab. Zudem müssen schwangere Frauen heute in den 9 Monaten ihrer Schwangerschaft Entscheidungen treffen, die deutlich weiter reichen als die Auswahl von Krankenhaus oder Hebamme. Sie sehen sich einer großen Anzahl von Vorsorge-Untersuchungen gegenüber, bei denen sie sehr genau überlegen müssen, welche sie nutzen möchten und welche nicht. Insbesondere über die Möglichkeiten und Risiken der verschiedenen Methoden der Pränataldiagnostik, bei denen das Ungeborene auf mögliche Erkrankungen hin untersucht wird, sollten sich Schwangere sehr genau informieren. Denn Erkrankungen und Fehlentwicklungen des Fötus, die bereits im Mutterleib diagnostiziert werden können, können meist nicht im Mutterleib behandelt werden. Die Diagnostik dient in diesen Fällen nicht der Heilung des Ungeborenen, sondern stellt die Schwangere vor die Entscheidung: Will ich das Kind trotzdem oder lasse ich es abtreiben? Frauen, für die ein Schwangerschaftsabbruch keinesfalls in Frage kommt, belasten solche Untersuchungen unnötig. Zudem können vorgeburtliche Diagnosemethoden noch lange nicht alle der nahezu 5000 bekannten Erbkrankheiten ermitteln, und viele Behinderungen entstehen erst während der Geburt oder während der ersten Lebensjahre.

Frauen, die jenseits des 30. Lebensjahres (?) erstmals ein Kind zur Welt bringen wollen, gelten als „Spätgebärende", und spätestens ab dem 40. Lebensjahr (?) werden Schwangerschaften als „Risikoschwangerschaften" eingestuft. Betroffene Frauen sollten sich auch hier sehr genau informieren, welche Risiken für sie selbst und für ihr Kind tatsächlich bestehen und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Risiken eintreten - damit sie sich anschließend den schönen Seiten einer Schwangerschaft zuwenden können: Der Vorfreude, der Geburtsvorbereitung, der Namensfindung ...

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