Weibliche Genitalverstümmelung

Laut Terre des Femmes wird die Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen vor allem in 28 afrikanischen Staaten praktiziert, kommt aber auch auf der arabischen Halbinsel und in Asien vor. Zumeist wird dieses grausame und frauenverachtende Vorgehen mit (fehlinterpretierten) religiösen Vorgaben und gesellschaftlichen Normen gerechtfertigt.

Auch in Deutschland leben Mädchen und Frauen, deren Genitalien im Rahmen eines grauenvollen Rituals verstümmelt wurden. Wenn sie diesen Eingriff überleben, leiden sie häufig unter drastischen körperlichen, seelischen und sexuellen Beeinträchtigungen wie z.B. ständigen Schmerzen, häufigen Infektionen, Sterilität, Inkontinenz, immensen Beschwerden bei Wasserlassen, Menstruation und Sexualverkehr sowie Depressionen bis hin zum Suizid. Die normale Austragung einer Schwangerschaft ist manchen Betroffenen nicht möglich, etliche Frauen sterben bei der Geburt eines Kindes.

Nach dem deutschen Strafgesetzbuch stellen Genitalverstümmelungen eine gefährliche bzw. schwere Körperverletzung dar und ist damit verboten. Sie ist nicht mit der Berufung auf die Ausführung eines religiösen Gebotes oder die Einwilligung der Eltern bzw. der Betroffenen zu rechtfertigen.

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