Empfängnisverhütung

Das optimale Verhütungsmittel ist absolut sicher, hat keine Nebenwirkungen, ist preiswert, einfach anzuwenden – und wurde leider noch nicht erfunden. So muss jede Frau selbst entscheiden, welche Verhütungsmethode ihr entspricht und ihren persönlichen Lebensumständen, ihrer Gesundheit, ihrem Alter und der Situation in ihrer Partnerbeziehung angemessen ist. Zur Wahl stehen derzeit

  • das Diaphragma
  • das Kondom (schützt zusätzlich vor Aids)
  • die Spirale
  • die Temperatur- und Schleimtest-Methode
  • samentötende Mittel
  • die Pille
  • die Sterilisation des Mannes
  • die Sterilisation der Frau
  • … und im Notfall – zum Beispiel bei geplatztem Kondom: Die „Pille danach“, die spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen werden muss und wegen der Nebenwirkungen wirklich dem Notfall vorbehalten ist.

Im Juni 2007 hat der Arzneimittelhersteller Schering AG (Berlin) offiziell mitgeteilt, dass er die Produktion der "Pille für den Mann" nach 10jähriger Entwicklungszeit eingestellt habe, und das, obwohl das Präparat zuverlässig gewirkt und gut vertragen worden sei. Die Gründe für den Stop seien nicht medizinischer sondern psychologischer Natur. Fast alle Probanden hätten über "starke Stimmungsschwankungen, emotionale Hochs und Tiefs" als Nebenwirkungen geklagt, sogar jene Männer, die als Teilnehmer der Studie nur Placebos erhalten hätten. Durch die darin zu erkennende fehlende Akzeptanz befürchtet der Hersteller ein zu geringes Marktpotenzial und hat sich daher entschlossen, die Entwicklung moderner Empfängnisverhütungsmittel auf solche für Frauen zu beschränken. 

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