Psychische Erkrankungen/Depressionen

Die klassischen psychischen Erkrankungen von Frauen sind Depressionen und depressive Verstimmungen. Frauen sind hiervon doppelt so häufig betroffen wie Männer. Frauen haben meist nicht gelernt sich in ausreichendem Maße gegen krankmachende Lebensbedingungen zur Wehr zu setzen.

Sich wehren, aggressiv sein, eigene Wünsche und Bedürfnisse durchsetzen statt anderen hinterherzuräumen gilt als unweiblich – und welche Frau möchte das schon sein? – Wenn eigene Bedürfnisse allzu lange vernachlässigt werden, entsteht Enttäuschung, Schwermut, Interesselosigkeit, Entmutigung, Antriebslosigkeit und das ständige Gefühl von Überforderung und Kraftlosigkeit – eine Depression oder depressive Verstimmung.

75% der Psychopharmakaverordnungen gehen an Frauen, insbesondere an Frauen über 40 Jahre. Viele Frauen – und leider auch mancher Arzt, manche Ärztin – übersehen dabei, dass Psychopharmaka zwar die Symptome lindern, die zugrunde liegenden Probleme aber nicht lösen können. Werden diese Probleme nicht bearbeitet bleibt der zugrunde liegende Konflikt bestehen. Insofern sollte immer begleitend eine Gesprächs- oder Pyschotherapie erfolgen.

Frauen, die unter Depressionen oder depressiven Verstimmungen leiden und Unterstützung suchen, sollten daher darauf achten, dass Helferinnen und Helfer die Spezifik ihres weiblichen Lebenszusammenhangs achten und berücksichtigen und ihnen dabei helfen, ein selbstbestimmteres Leben zu führen.

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